· 

Pleiten, Pech und Dancing Queen – meine ehrliche ABBA-Party-Erfahrung

ABBA. Wer kennt sie nicht? Die vier fantastischen Schweden, die über die Generationen hinweg mit ihrer Musik die Menschen berühren. Hand aufs Herz. Ich bin kein eingefleischter ABBA-Fan, obwohl ich mit Baujahr 1971 voll ins Beuteschema falle.

 

Umso überraschter war ich, dass ABBA in der Generation meiner Töchter hoch im Kurs steht. „Dancing Queen“ darf auf keiner Party fehlen, wird auch in den Clubs gespielt – und alle grölen mit. 

 

„Manchmal merkt man erst über die eigenen Kinder, wie zeitlos Musik wirklich ist.“

 

Wie aus einem Instagram-Scroll ein Geburtstagsgeschenk wurde 

 

Beim Scrollen durch Instagram blieb ich eines Tages an einem Video hängen: ABBA-Party, Discolichter, Glitzer, Leuchtkränzen im Haar, Pailletten überall. Ich wusste sofort: Das ist das perfekte Geschenk zum 22. Geburtstag meiner Ältesten.

 

Wie es mit den Algorithmen so ist, bekam ich danach nur noch solche Videos angezeigt und entschied mich, ihr zwei Tickets für eine ABBA-Party in Düsseldorf zu schenken. Der Geburtstagstisch war mit Glimmer und Gitter dekoriert, die Torte ebenfalls, die passende Hintergrundmusik kam von ABBA selbst. Damit ihr dasselbe Feeling bekommt, einfach hier auf den Link klicken und mitfeiern. ABBA - Dancing Queen (Official Music Video)

 

Glitzer, Rheinpromenade und die erste Pleite

 

Am 14.11.25 war es endlich soweit und wir fuhren nach Düsseldorf zum „The Eight“ Club. Mit Glitzerbrille und Schlaghose am Rhein entlang zu laufen fühlte sich erst etwas schräg an. Aber je näher wir dem Ziel kamen, desto mehr Menschen funkelten mit mir um die Wette.

 

Dann: Pleite Nummer 1. Location geändert, noch ein Kilometer Fußweg. Pleite Nummer zwei folgte direkt: eine endlose Schlange. Mein VIP-Ticket? Hatten offenbar alle. Statt schnellem Einlass durfte man erst einmal für zehn Euro eine Getränkekarte kaufen. Ich war genervt. Sehr.

 

45 Minuten Warten, Schlange an der Garderobe, Gedränge an der Bar. Cola leer, Aperol im Dauereinsatz, Sektkübel überall. Mein Genervtheitslevel schoss in den dunkelroten Bereich. 

 

Und dann: Musik. Und alles wird gut.

 

Ab hier ging es steil bergauf.
Der DJ war grandios. „Düsseldorf, ich will eure Hände sehen!“ – und wir lieferten. Die dritte Pleite nahmen wir tanzend hin, denn die eigentliche ABBA-Party begann erst, als wirklich alle Gäste im Club waren, mit einer Stunde Verspätung.

 

Bis dahin legte der DJ alles auf, was mein Tanzherz anfeuerte: Cotton Eye Joe, Biene Maja, All I Want for Christmas. Der Saal explodierte. Die Wartezeit war vergessen. 

 

Nach einer Stunde war ich völlig fertig – und die eigentliche Party hatte noch nicht einmal angefangen.

 

Drei Stunden ABBA und eine kleine Lebenslektion

 

Mit Verspätung startete endlich die ABBA-Party. Drei Stunden tanzen, lachen, mitsingen. Leuchtstangen, Glitzer, ein Moderator mit Tänzern – unterhaltsam. Aber der DJ? Goldmedaille. 

 

Zwischendurch stellte ich mir eine praktische Frage:
Wer kommt eigentlich auf die Idee, die größten Boxen direkt neben die Theke zu stellen? Bestellen war unmöglich. Also tippte ich meine Getränkewünsche in die Notizen-App und zeigte sie vor. Man lernt ja nie aus.

 

„Nicht über Zustände aufregen – sondern Lösungen finden. Gilt nicht nur im Club.“

 

 

Dancing Queen – trotz allem 

 

Zieht man die nervige Wartezeit am Anfang ab, war es ein fantastischer Abend. Freude pur. Tanzen, lachen, feiern. Davon dürfte es im Leben deutlich mehr geben.

Tickets habe ich über Eventbrite bestellt, gibt es aber auch über andere Kanäle. 

 

Und ganz ehrlich: Selbst wenn du ABBA nicht übermäßig magst – geh hin. 

 

Ihr seid alle Dancing Queens.
Auch die Jungs.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0