Über mich - den Zwittermenschen

Ich wurde 1971 in Orsoy geboren. Mit meinem Mann, zwei Töchtern und dem schokobraunen Labrador Kimba lebe ich im ruhigen Grefrath an der niederländischen Grenze. Mit diesen Grunddaten könnte man mich als deutsche Standardfrau einordnen. Das macht mir gar nichts aus, ich bin gern unauffällig, brauche kein Blitzlichtgewitter und Talkrunden, in denen ich Geistreiches von mir geben sollte.

Allerdings schlummert noch ein zweites Wesen in mir. Eins, das gehört werden möchte und es liebt, Lesungen zu halten und im Anschluss angeregte Gespräche mit meinen Lesern zu führen. Mauerblümchen oder Rampensau?

 

Mein Zwitterdasein begann recht früh. Bei der Behandlung einer Hautkrankheit wurde  festgestellt, dass zu viele männliche Hormone in mir tobten. Junge oder Mädchen? Trotzdem des verwirrenden Cocktails war mir nie danach, mein Geschlecht zu wechseln. Laut Pass und Geburtsurkunde bin ich eine Frau und fühle mich in meinem Körper wohl. Naja, soweit sich eine Frau überhaupt in ihrem Körper wohlfühlen kann. Ein paar Kilos könnten immer runter :-).

Im Abi konnte ich mich nicht entscheiden: Mathe oder Deutsch. Zahlen oder Buchstaben? Ich wählte zunächst beides und startete nach der Schule als Bankkauffrau. 25 Jahre arbeitete ich fleißig im Vertrieb sowie der Buchhaltung, kann Baufinanzierungen berechnen, Aktienkurse erläutern und Mahnungen schreiben. Es war eine wechselhafte Zeit, die im kollegialen Umgang bereichernd war, mich aber in den Phasen voller Zahlendruck und Falschheit an die Grenze des Erträglichen brachte. Die Seele litt und riss den Körper in eine Angststörung, lähmte ihn mit Panikattacken. Es gab Momente in meinem Leben, da schien mir der Brückenpfeiler auf der Autobahn als angenehmer Ausstieg aus diesem dunklen Hamsterrad. Leben oder Tod?

Ich entschied mich für das Leben und untersuchte die Herkunft der meist unbegründeten Angst. Allein mit meinem Verstand kam ich nicht weiter, sondern suchte Erklärungen im Unterbewusstsein und öffnete mich für das Unsichtbare. Ich entdeckte Reiki, ließ mich in den ersten und zweiten Grad einweihen und lernte endlich wieder, meinen Gefühlen zu vertrauen. Mich anzunehmen, so wie ich bin. Kopf oder Bauch? Die Tierkommunikation brachte mich wieder ein Stück weiter. Ich ging auf Krafttier- und Geistführerreise, machte eine Rückführung, schickte Wünsche ans Universum (die auch erhört wurden) und wagte mich auf unentdeckte Pfade.

 

Was ich dabei entdeckt habe, möchte ich weitergeben, in meinen Geschichten, den Romanen, welche nichts mit dem gängigen Bücher-Mainstream zu tun haben, sondern außergewöhnlich sind. So wie jeder Mensch außergewöhnlich ist. Weil wir immer alle Seiten in uns tragen. Wir sind nicht schwarz oder weiß. Sondern bunt, vielfältig, wechselhaft, so wie das Leben selbst. Eben Yin und Yang!